Die SaaS-Revolution hat eine Schattenseite: unkontrollierten Wildwuchs. Laut dem Zylo SaaS Management Index 2025 betreibt ein durchschnittliches mittelgroßes Unternehmen rund 130 verschiedene SaaS-Anwendungen — und die IT-Abteilung kennt oft weniger als die Hälfte davon.[1] Noch alarmierender: Etwa 25 Prozent aller SaaS-Lizenzen werden gar nicht oder kaum genutzt, was einem verschwendeten Budget von durchschnittlich 18 Millionen US-Dollar pro Jahr bei Großunternehmen entspricht.[2]
Für den deutschen Mittelstand bedeutet das: Selbst bei bescheideneren Dimensionen liegen sechsstellige Einsparungen auf dem Tisch. Doch SaaS-Sprawl ist mehr als ein Kostenproblem. Es ist ein Sicherheitsrisiko, ein Compliance-Problem und ein Produktivitätskiller. Wenn Mitarbeiter zwischen fünf verschiedenen Kollaborationstools wechseln müssen, leidet die Effizienz — nicht weil die Tools schlecht sind, sondern weil niemand die Landschaft orchestriert.
Die gute Nachricht: Mit einem systematischen Ansatz aus Discovery, Rationalisierung und Governance lässt sich der Wildwuchs innerhalb von sechs bis zwölf Monaten in den Griff bekommen.