Build vs. Buy ist die wohl älteste Entscheidung in der Unternehmens-IT — und sie war noch nie so komplex wie heute. Die Argumente haben sich verschoben: Auf der Buy-Seite locken SaaS-Plattformen mit schneller Implementierung und kontinuierlicher Innovation. Auf der Build-Seite ermöglichen Low-Code-Plattformen, Cloud-native Frameworks und KI-gestützte Entwicklung Eigenentwicklungen in einem Bruchteil der bisherigen Zeit und Kosten.
Laut McKinsey entscheiden sich 60 Prozent der Unternehmen bei der ersten Analyse für "Buy" — und 40 Prozent davon bereuen diese Entscheidung innerhalb von drei Jahren, weil die Standardsoftware die spezifischen Prozessanforderungen nicht abbilden kann.[1] Umgekehrt scheitern nach Forrester-Daten 35 Prozent aller Eigenentwicklungsprojekte an Budgetüberschreitungen oder verfehlten Anforderungen.[2]
Die Lösung liegt nicht in einer pauschalen Antwort, sondern in einem strukturierten Entscheidungsrahmen, der die spezifischen Gegebenheiten Ihres Unternehmens berücksichtigt. Und zunehmend liegt die Antwort auch nicht mehr in einem strikten Entweder-Oder, sondern in einer Composable Architecture, die beide Ansätze intelligent kombiniert.