Von Chatbots zu autonomen Agenten
Die erste Welle generativer KI brachte Chatbots, die auf einzelne Prompts reagieren. AI Agents gehen einen entscheidenden Schritt weiter: Sie zerlegen komplexe Aufgaben eigenständig in Teilschritte, nutzen externe Werkzeuge (APIs, Datenbanken, Code-Interpreter) und iterieren über Zwischenergebnisse, bis das Ziel erreicht ist.[1]
Gartner prognostiziert, dass bis 2028 mindestens 15 Prozent der täglichen Arbeitsentscheidungen autonom durch Agentic AI getroffen werden — gegenüber null Prozent im Jahr 2024.[2] McKinsey schätzt das zusätzliche Wertschöpfungspotenzial durch agentenbasierte Automatisierung auf 2,6 bis 4,4 Billionen US-Dollar jährlich, wobei besonders wissensintensive Prozesse profitieren.[3]
Der Unterschied zu klassischer Robotic Process Automation (RPA) ist fundamental: Während RPA starre Regelketten abarbeitet, können AI Agents mit Ambiguität umgehen, Kontext verstehen und ihre Strategie dynamisch anpassen. Sie kombinieren die Sprachfähigkeit grosser Sprachmodelle mit deterministischer Werkzeugnutzung — ein Konzept, das in der Forschung als „Tool-Use" oder „Function Calling" bekannt ist.[4]