Die erste Welle der Prozessautomatisierung hat ihren Zenit überschritten. Klassische RPA-Bots, die regelbasiert Bildschirmmasken bedienen und Daten zwischen Systemen kopieren, stoßen zunehmend an ihre Grenzen. Gartner prognostiziert, dass bis 2026 mehr als 80 Prozent der Unternehmen, die ausschließlich auf traditionelle RPA setzen, keine signifikante Skalierung über Pilotprojekte hinaus erreichen werden.[1] Der Grund: RPA allein kann nur strukturierte, vorhersehbare Prozesse automatisieren — doch die wertschöpfungsintensiven Aufgaben in Unternehmen sind selten so eindeutig.
Die Antwort heißt Intelligent Automation: die Verschmelzung von RPA mit Künstlicher Intelligenz, Natural Language Processing, Computer Vision und Process Mining zu einer integrierten Automatisierungsplattform. Forrester beziffert den Markt für KI-gestützte Automatisierung bis 2028 auf 13,8 Milliarden US-Dollar — gegenüber 2,9 Milliarden im Jahr 2022.[2] Für CIOs im Mittelstand stellt sich nicht mehr die Frage, ob sie automatisieren, sondern wie intelligent sie es tun.