Die Bedrohungslage: Zahlen und Fakten
Die Ransomware-Bedrohung hat sich in den letzten Jahren qualitativ verändert. Angreifer operieren heute hochprofessionell, mit spezialisierten Rollen (Initial Access Broker, Ransomware-as-a-Service-Betreiber, Verhandlungsführer) und durchschnittlichen Verweilzeiten von 5 bis 21 Tagen im Netzwerk, bevor sie zuschlagen.[1]
Laut dem BSI-Lagebericht 2024 wurden durchschnittlich 309.000 neue Schadsoftware-Varianten pro Tag registriert. Ransomware-Angriffe trafen dabei zunehmend den Mittelstand: 58 Prozent der Opfer waren Unternehmen mit weniger als 1.000 Mitarbeitern.[2]
Die durchschnittliche Lösegeldforderung lag 2024 bei 2,73 Millionen US-Dollar laut Sophos — ein Anstieg von 500 Prozent gegenüber 2023. Doch die eigentlichen Kosten liegen in der Betriebsunterbrechung: Die durchschnittliche Recovery-Zeit beträgt 22 Tage, die Gesamtkosten eines Vorfalls inklusive Umsatzausfall, Wiederherstellung und Reputationsschaden liegen im Median bei 2,7 Millionen Euro.[3]
Besonders alarmierend: 94 Prozent der Ransomware-Angreifer versuchen gezielt, Backups zu kompromittieren. In 57 Prozent der Fälle gelingt dies erfolgreich.[4]